Presse: Ein Wirbelwind mit Super-Schuss

© MANNHEIMER MORGEN, MITTWOCH, 09.05.2018

Mannheim. Maxim Schwabauer ist Eishockey-Fan mit Leib und Seele. Natürlich stand er bei den Olympischen Spielen in aller Herrgottsfrühe auf, um das Finale zwischen Russland und Deutschland zu sehen. Traurig war er nach der deutschen Niederlage aber nicht. Im Gegenteil: „Ich habe doch gewonnen! Meine Familie kommt aus Russland.“

Wie kommt ein 14-jähriger Junge, der so für den schnellen Sport auf Kufen brennt, dann zum Inlinehockey? „Ich wusste als Kind gar nicht, dass man so einfach in einen Eishockey-Verein kann, sonst hätte ich das gemacht. Als Ersatz spielte ich halt auf Inlinern auf der Straße. Irgendwann habe ich dann von einem Freund den Tipp bekommen, doch einmal in die Laufschule des ISC zu gehen. Dort bin ich auch besser geworden.“

Wie kam es dazu

Mittlerweile trauert Maxim dem Eishockey nicht mehr nach. „Ich habe vor ein paar Jahren mal ein Probetraining bei den Bambini der Jungadler gemacht. Doch das hat nicht funktioniert, mir fehlte die Laufschule auf Schlittschuhen.“ Umso mehr Gefallen fand er am Sport mit Schläger auf Rollen. „Inlinehockey hat mir sofort sehr viel Spaß gemacht.“ Er hat große Ziele und einen Traum: „Ich möchte zur WM und mit Inlinehockey irgendwann Geld verdienen.“ Das Erste ist – zumindest in Deutschland – einfacher als ein Dasein als Profi. Denn Maxim ist schon jetzt deutlich weiter als seine Altersgenossen. Er spielt bereits bei der U 16 und gelegentlich sogar in der U 19. Da ist der Weg zu den Herren nicht weit. Die Stärken des Deutschen Meisters von 2016 und Vizemeisters von 2017 sind seine Schnelligkeit und sein Schuss. „Er ist ein Rundumtalent“, schwärmt Trainer Simon Ungemach. „Er muss nur noch lernen, öfter abzuspielen. Aber das ist in seinem Alter normal“, weiß der Coach, der selbst erst knapp 20 Jahre ist.

Wie geht es weiter

Maxims Fortschritte kommen nicht von ungefähr, denn er trainiert dreimal pro Woche 90 Minuten und das ausgesprochen gerne. Angefangen vom Einfahren über das Dribbeln mit Puck und spezielle Übungen bis hin zu Trainingsspielen – nichts ist ihm zu viel. Einziges Manko: Im Dezember und Januar ist meistens Pause. Da ist es im teilweise offenen Stadion im Friedrichspark einfach zu kalt. Saison läuft auf Hochtouren

Doch seit April ist Hochsaison, stehen nicht nur die Ligaspiele auf dem Programm, sondern auch viele Turniere. Ganz besonders liebt Maxim den internationalen Bob-Sullivan-Cup, der 2013 vom ehemaligen kanadischen Eishockey-Star initiiert wurde. Seit 2007 betreibt dieser das Vereinsheim des ISC Mannheim.

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